Fünf Höhepunkte auf Neuseelands Südinsel

Tekapo See SpiegelungRead this post in English

Nachdem ich in einem ganzen Blog-Post auf meine fünf Höhepunkte von Neuseelands Nordinsel eingegangen bin, ist es nur gerecht, dass ich mich nun auch der Südinsel widme.

Während unseres Jahres in Neuseeland verbrachten wir zwei Monate damit, im späten Herbst die Südinsel von oben bis unten zu erkunden und uns so viel wie möglich anzugucken. Wir hatten viel Glück: just als wir die Südinsel wieder verließen, wurde sie von einem antarktischen Frost ereilt – das hätte schlecht als Reisewetter getaugt…

Die Südinsel ist ganz anders als die Nordinsel. Zum einen ist sie weitaus weniger bevölkert und zum anderen hat sie die südlichen Alpen; eine sehr beeindruckende Gebirgskette, die über die komplette Insel verläuft und einige  spektakuläre Gipfel zu bieten hat. Dadurch geraten die Attraktionen der Nordinsel oft ein wenig ins Hintertreffen.

Zudem bietet die Südinsel tolle Strände, Regenwald, Gletscher, und Neuseelands größten Nationalpark – es gibt also mehr als genug zu sehen, egal für was man sich letztendlich entscheidet. Um Euch eine Idee zu geben, präsentiere ich Euch hiermit meine fünf persönlichen Lieblingsziele von all den Orten, die wir während unseres zwei-monatigen Trips gesehen haben, und die auch Ihr Euch nicht entgehen lassen solltet!

Karamea

Ganz verborgen an der Spitze der Westküste liegt die klitzekleine Stadt Karamea, die man am besten als “sehr entspannt” beschreibt. Sie ist relativ isoliert, abseits der ausgetretenen Pfade, und somit eine kleine Oase, in der man sich gut ein bisschen erholen, aber auch aktiv werden und die interessante Umgebung erkunden kann. Achtung: Die einzige Zeit, in der Karamea aufwacht und einen feurigen Elan entwickelt, ist während der Weißfischsaison. Die nur wenigen Zentimeter langen Fische sind nämlich eine Delikatesse in Neuseeland.

Schaumgischtstrand bei Karamea 

Was Karameas Umgebung so interessant macht, ist unter anderem das Oparara Becken.

Hoch oben in den Bergen um Karamea herum, und somit im Kahurangi Nationalpark, liegt dieses echte geologische Goldstück, zu dem ein paar sehr beeindruckende Felsenbögen gehören. Das Highlight unter ihnen ist der Oparara Bogen. Mit 200 Metern Länge ist er der längste Kalksteinbogen in Australasien – für uns hieß das: Kopf in den Nacken legen und für eine Weile nicht in der Lage sein, den Mund wieder zu schließen!

Darüber hinaus gibt es aber noch mehr zu sehen, was bestimmt mit ein Grund dafür ist, dass einer von Neuseelands “great walks” hier endet, nämlich der “Heaphy Track”. Für diesen Weg braucht man eigentlich mehrere Tage, aber man kann auch einfach nur für einen Tag lang eine kürzere Strecke wandern – was sich allein schon wegen der Strände, die man zu sehen kriegt, lohnt.

Der Fox und der Franz Josef Gletscher

Ob man sich beide Gletscher anguckt oder nur einen – der Gletscherbesuch steht wohl auf jedem Reiseplan für die Südinsel. Sehr viel leichter als hier lassen sich diese Exemplare auch kaum erkunden: sie sitzen direkt nebeneinander und vom jeweiligen Parkplatz aus ist es praktisch ein Spaziergang, um den Riesen sehr nah kommen zu können. Dank ihrer Nähe zum Meer ist dies auch ein weniger frostiges Unterfangen als vielleicht erwartet. Und der Eintritt ist umsonst!

Franz Josef Gletscher

Des weiteren besteht die Möglichkeit, auf geführten Wanderungen den Gletscher zu besteigen, oder die kalten Schönheiten per Hubschrauber oder Flugzeug aus der Luft zu bewundern.

Für welche Methode Ihr Euch auch letztendlich entscheidet: es ist ein beeindruckendes Erlebnis, diesen Eismassen so nahe zu kommen und ihren Einfluss auf die umgebende Landschaft nachvollziehen zu können.

Milford Sound

Südlich der Westküste (welche übrigens auch allein für sich ein Höhepunkt beim Südinselbesuch ist) liegt der Fjordland Nationalpark, der größte von Neuseelands vierzehn Nationalparks und außerdem UNESCO Weltkulturerbe.

Milford Sound Silhouette

Dieser Nationalpark beheimatet Fjorde mit Nebelschwaden, schneebedeckte Gipfel,  eine reichhaltige Tierwelt und Vegetation, und ist neben so vielen anderen wiederum ein Gebiet in Neuseeland, in dem man sich wunderbar in der Natur verlieren kann.

Das Highlight für die meisten Besucher, mich eingeschlossen, ist Milford Sound, ein Wassereinlauf, der vor tausenden von Jahren von Gletschern geformt wurde. Diese Gletscher hinterließen damit gleichermaßen jede Menge eindrucksvoller Gipfel, von denen Mitre Peak der berühmteste ist. Wie ein Dolch ragt er dramatisch aus dem Meer, mit einer Höhe von fast 1700 Metern, und bestreitet zu Recht eine Pole-Position unter den meistfotografiertesten Bergen Neuseelands.

Aoraki Mount Cook

Für mich sind die Südalpen die bemerkenswerteste natürliche Attraktion Neuseelands, und Mount Cook, oder Aoraki, ist als ihr höchster Gipfel das ‘Tüpfelchen auf dem i’.

Schneebedeckter Pfad zu Mount Cook

Mit seinen fast 4000 Metern Höhe ist dieser Berg von weitem sichtbar, unter anderem auch von dem berühmten Spiegelsee (Lake Matherson) an der Westküste aus.

Um sich einen guten Eindruck von Mount Cook zu verschaffen, solltet Ihr es Euch nicht nehmen lassen, ihm so nahe wie möglich zu kommen. Also auf in die Alpen, genauer: auf zur Mount Cook village!

Von diesem Dörfchen bzw. seiner Umgebung aus starten viele verschiedene Wanderwege, die Euch unglaubliche Aussichten auf Mount Cook erschließen, Euch Neuseelands längsten Gletscher zeigen (Tasman glacier), sowie Seen mit Eisschollen, und vieles mehr. So faszinierend das auch ist, vergesst nicht, Euch warm anzuziehen – dieses Fleckchen Erde ist hoch gelegen und somit recht kalt!

Banks Peninsula

Womit wir uns jetzt an der Ostküste befinden und auf eine kurios geformte Halbinsel treffen: die Banks Peninsula. Entstanden ist sie einst während eines gewaltigen Vulkanausbruchs, der dazu führte, dass dieses komplett runde Stückchen Erde direkt neben Christchurch aus dem Meer emporstieg.  

Akaora Steg

Die Gegend besticht durch eine entspannte Atmosphäre und zahlreiche Möglichkeiten, aktiv zu werden – sei es zum Beispiel, indem Ihr eine Wanderung zum Gipfel von Mount Herbert unternehmt (der ein Plumpsklo mit Aussicht bietet, die außerhalb des stillen Örtchens auch noch weit über die Südinsel reicht) oder das französisch beeinflusste Städtchen Akaroa erkundet. Was für Neuseeland im Ganzen und Großen gilt, trifft auch hier zu: man möchte (und kann natürlich) gerne länger bleiben und all den Dingen frönen, die es zu sehen und zu tun gibt!

Weitere Lektüre und Quellen

Wenn Ihr lieber ein Buch für die Planung Eurer Reise in der Hand habt, wird Euch eines von diesen sicher weiterhelfen:

Umsonst und online

Wenn Reiseführer nicht so Eure Sache sind und Ihr lieber im Internet recherchiert, könnt Ihr hier mal ‘reingucken:

Unsere Tipps für Eure Unterkunft

Wir persönlich benutzen hauptsächlich Booking.com, um Unterkünfte zu recherchieren und die besten Angebote zu finden, aber haben von anderen Reisebloggern auch Agoda empfohlen bekommen. Vergleichen lohnt sich ja doch manchmal!

Wer vorhat, hauptsächlich in Hostels zu übernachten und mindestens 3 oder 4 Wochen unterwegs ist, für den kommt eine BBH-Club-Karte (45NZD) in Frage. Mit der hat man Rabatt für BBH-Hostels (Webseite nur auf Englisch) in ganz Neuseeland und zusätzliche Bonusse wie eine z.B. eine Telefonkarte (Wert: 20NZD). Ihr könnt Euch die Klubkarte einfach in Eurem ersten Hostel ausstellen lassen; eine Sache von fünf Minuten!

Und dies waren meine fünf Höhepunkte für Neuseelands Südinsel! Habe ich Eure Lieblingsattraktion vergessen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!Sonnenuntergang mit Regenbogen über den südlichen Alpen

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